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Kung Fu

img_1274Die chinesischen Kampfkünste haben eine lange Tradition und sind zum Teil schon sehr alt. Die ersten Aufzeichnungen aus dem Shaolin Kloster sind z.B. aus dem Jahre 610 und berichten von Kampfhandlungen der Mönche gegen Banditen zum Schutze der Bevölkerung. In Kampfkunstzentren wie Shaolin oder Wu Dang Shan aber auch im restlichen China haben sich im Laufe der Jahrhunderte verschiedenste Stilrichtungen, teilweise mit Substilen, ausgeprägt. Es wurde versucht die große Anzahl an Stilen zu kategorisieren. So entstanden Einteilungen in sog. Nördlichen“ und „Südliche“ oder auch „Externe/Äußere“ und „Interne/Innere“ Stile. Wobei die Übergänge oft fließend sind und jeder Stil ohne beide Aspekte nicht auskommt.

In der Zhen Wu Berlin wird Ba Bu Tang Lang und Tong Bei Quan in traditioneller Linie unterrichtet.

Babu Tang Lang oder auch 8 Stellung/Schritte Gottesanbeterinnen Kung Fu ist ein Substil des Gottesanbeterinnen Kung Fu (Tang Lang Quan). Der Shaolin Mönch Wang Lang entwickelte das Tang Lang System vor ca. 350 Jahren. Der Legende nach beobachtete er einen Kampf zwischen einer Zikade und einer Gottesanbeterin und war von den schnellen, kraftvollen Attacken des Insekts beeindruckt. Eine ausführliche Entstehungsgeschichte des Ba Bu Tang Lang Quan ist hier zu finden.
Der Legende nach übernahm Wang Lang die Bewegungen einer Gottesanbeterin, kombinierte sie mit anderen Elementen der nordchinesischer Kampfkünste und der Beinarbeit aus dem Affen Kung Fu und schuf so das Tang Lang Quan. Das Tang Lang Kampfsystem, dass aufgrund seiner explosiven Techniken sehr effektiv ist, verbreitete sich schnell in Nordchina und ist heute einer der bekanntesten Vertreter der traditionellen chinesischen Kampfkünste (TCMA).

Tong Bei Quan gilt allgemein als einer der ältesten chinesischen Kampfkunstsysteme, das heute noch weiter gegeben wird. Gerne wird die Entwicklung und Gründung des Stils dem berühmten Daoisten Chen Tuan während der Song Dynastie nachgesagt. Tatsächlich finden sich Aufzeichnungen aus der Nördlichen Song Dynastie (960-1127) die den Stil namendlich erwähnen.
Tong Bei selbst heisst soviel wie: „Mit dem Rücken verbunden“ und meint damit, dass die Techniken der Arme über den Rücken mit den Beinen verbunden sind. Die Kraft wird somit in den Beinen und Rumpf generiert und findet dann ihren Weg über den Rücken in die Arme. Insofern ist der Tong Bei Stil besonders bekannt für die Betonung der langen Armtechniken und gleichzeitig der enormen Kraft, wie sie aus einer guten Körperstruktur gewonnen werden kann. Der Muslim Stil des Tong Bei Quan ist besonders als eine extrem effektive und aggressive Kampfkunst in China bekannt, die auf schnelle und gnadenlose Techniken gekoppelt mit explosiver Kraft aufbaut.